10 Jahre unter Druck!

Spielkartenfabrik Stralsund

Zum Jubiläum lädt die Spielkartenfabrik Herrn Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel (Universität Hamburg) ein, über die gesellschaftliche Rolle des Spielens zu sprechen. Mit einer Überraschungsaktion eröffnet sie außerdem eine Perspektive auf die Zukunft.

Es ist rund 100 Jahre her, da gab es in Stralsund die größte und bedeutendste Spielkartenfabrik Deutschlands. 1931 schloss diese Fabrik, wanderte nach Altenburg ab und das Werk am Kütertor wurde abgerissen. Dinge verändern sich, das ist der Lauf der Zeit. Die Macher der Spielkartenfabrik fasziniert jedoch der Gedanke, dass es hinter dieser Geschichte noch eine Geschichte und dahinter wiederum etwas anderes zu entdecken gibt. Deshalb erzählt sie weiterhin vom Kartenmachen in Stralsund. Das wiederum hat viel mit der Kunst des Druckens und der Geschichte des Buchdrucks zu tun.

2009 gründete sich der Verein Jugendkunst e. V. mit einem gemeinnützigen Projekt als arbeitendes Druckmuseum. Diese „neue“ Spielkartenfabrik ist Museum, Werkstatt, Labor, sozialer Treffpunkt und immer in Bewegung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene arbeiten mit handwerklichen Techniken gemeinsam an legendären Druckmaschinen und produzieren Kartenspiele und andere Drucksachen. Manchmal bedienen sie sich dabei alter Vorbilder, meistens jedoch denkt sie sich neue Sachen aus, schließlich hat die Gegenwart viele Themen, die sie beschäftigt.

Zum Programm der Spielkartenfabrik gehören Museumsangebote für alle Altersgruppen, das Festival „Feste Drucken“ oder der „Kunstmarkt“ im Dezember. Jeder ist willkommen, den Verein kennenzulernen und mitzumachen. Wie das geht? Einfach vorbeikommen! Zum Beispiel, wenn allmonatlich die Linotype-Setzmaschine vorgeführt, in der Brasserie am Neuen Markt unseren Dauerbrenner „Rum & Rollmops“ gespielt oder an jedem Mittwochabend ab 18 Uhr ins Offene Atelier eingeladen wird.

Dabei ist das Museum kein Heiligtum. Die Besucherinnen und Besucher der Spielkartenfabrik sind mittendrin und können live erleben, wie produziert wird. Sie können den Mitarbeitern über die Schultern schauen, sie mit Fragen löchern oder selbst aktiv im Rahmen einer Führung, eines Workshops oder eines Projektes aktiv werden. Das ist Besonderheit und Herausforderung zugleich: Werkstatt und Ausstellung so unter einen Hut zu bekommen, dass alle Besucherbedürfnisse erfüllt werden.

Deshalb arbeitet die Spielkartenfabrik noch bis Ende 2019, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Neue Länder, in dem Projekt „Unterdruck“ an der Entwicklung und Erprobung neuer Vermittlungsmethoden und entwickelt eine mediengeführte Museumstour für Besucher. Dazu gab es bereits die unterschiedlichsten Aktivitäten, z. B. mit „Spielplatz Museum“, einem ausgebuchten Fachtag zu digitaler Vermittlung, Künstlerstipendien oder Unternehmerunterdruckabende.


Ohne das Engagement von verschiedensten Menschen und Institutionen wäre die Spielkartenfabrik heute nicht da, wo sie ist. Zehn Jahre Spielkartenfabrik sind Grund genug einmal zu feiern, Danke zu sagen und gleichzeitig dazu einzuladen, auch in den kommenden Jahren kräftig mitzuspielen.

Spielkartenfabrik Stralsund, 10 Jahre unter Druck

Veranstaltung

Termin

Datum:
05. November 2019 (Dienstag)

Uhrzeit:
19:30 Uhr (Einlass 30 Minuten vorher)

Dauer:
ca. 90 Minuten

Veranstaltungsort:
Alter Markt 4
18439 Stralsund

Gast

Details:
Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel, Universität Hamburg
Spielkartenfabrik Stralsund

https://www.spiefa.de

Bildnachweis:
Spielkartenfabrik Stralsund

Reservierungen

Für diese interne Veranstaltung der Spielkartenfabrik und mögliche Plätze wenden Sie sich bitte direkt an unseren Gast unter: https://www.spiefa.de

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